NUMO hat die Studie «Interessen und gesellschaftliches Engagement der ukrainischen Jugendlichen» initiiert, um besser zu verstehen, wie junge Menschen heute leben. Die Umfrage wurde vom Charkiwer Institut für Sozialforschung durchgeführt.
Die Studie befasst sich mit der Analyse der Interessen, der Freizeitgestaltung und des gesellschaftlichen Engagements junger Menschen in der Ukraine sowie mit ihrer Interaktion mit lokalen Behörden und ihrer Beteiligung an der Jugendinfrastruktur. Im Mittelpunkt stehen alltägliche Praktiken, der Grad der Einbindung in das gesellschaftliche Leben sowie die Bedürfnisse junger Menschen unter den heutigen Bedingungen.
Die Umfrage wurde von Dezember 2025 bis Januar 2026 durchgeführt und umfasste 2020 Befragte im Alter von 18–26 Jahren aus 12 Regionen der Ukraine sowie aus der Stadt Kiew. Die Studie repräsentiert verschiedene Makroregionen – Zentrum, Norden, Süden, Osten und Westen – und basiert auf persönlichen Interviews (Face-to-Face).
Die Ergebnisse zeigen, dass die Freizeit der Jugendlichen überwiegend auf persönliche Kontakte und Erholung ausgerichtet ist. Im Durchschnitt haben junge Menschen 4,7 Stunden Freizeit pro Tag, doch nur ein geringer Anteil engagiert sich regelmäßig in gemeinnützigen Aktivitäten. Gleichzeitig haben 39 % der Befragten im letzten Jahr an keiner gesellschaftlichen Aktivität teilgenommen, und nur 16 % haben Erfahrung in der Organisation von Projekten.
Dennoch bleibt das Interesse der Jugend an Beteiligung bestehen. Die häufigsten Formen des Engagements sind insbesondere Freiwilligenarbeit und gemeinnützige Initiativen zur Unterstützung der Armee. Der Bekanntheitsgrad von Jugendangeboten und -infrastruktur ist nach wie vor uneinheitlich: Etwa ein Drittel der Befragten weiß nichts von Jugendzentren in ihren Gemeinden.
Einzelne Kapitel der Studie widmen sich der Freizeitgestaltung der Jugend, der Wahl öffentlicher Räume, der Interaktion mit lokalen Behörden, der Beteiligung an Organisationen und informellen Bewegungen sowie der Nutzung sozialer Netzwerke, der Bildung und den Migrationsplänen.
Den vollständigen Text der Studie finden Sie unter folgendem Link.