Vom 8. bis 9. Oktober fanden in Brüssel die EU4Youth 2025 Youth Days statt, an denen rund 150 Jugendführer, Vertreter der Zivilgesellschaft, internationaler Organisationen und EU-Partner teilnahmen. Während der Veranstaltung stellte das NUMO-Team die ukrainischen Erfahrungen mit der Einführung von Youth Policy Labs vor – einem Modell zur gemeinsamen Gestaltung der Jugendpolitik, das junge Menschen und lokale Behörden zusammenbringt.
Das EU4Youth-Programm – eine Flaggschiff-Initiative der EU für sechs Länder der Östlichen Partnerschaft – unterstützt junge Menschen durch die Entwicklung von Fähigkeiten, Mentoring und die Stärkung von Partnernetzwerken.
Die Teilnehmer der Veranstaltung diskutierten die wichtigsten Herausforderungen, mit denen junge Menschen in der Region heute konfrontiert sind: die Auswirkungen des Krieges, begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten, Risiken für die Demokratie und der Rückgang des Raums für bürgerschaftliches Engagement.
Der Ansatz, den NUMO in Brüssel vorstellte, war das Modell der Youth Policy Labs. Im Rahmen dieser Initiative arbeiteten 25 junge Menschen und 25 Vertreter der Behörden aus 11 Regionen der Ukraine in Offline-Labors in Kiew zusammen. Die Teams entwickelten gemeinsam lokale Jugendprogramme unter Verwendung partizipativer Methoden.
Das Ergebnis war eine praktische methodische Entwicklung – ein Handbuch mit realen Fallbeispielen, Instrumenten und Empfehlungen, die die Wirksamkeit des Modells der gemeinsamen Gestaltung demonstrieren.
Erste Ergebnisse: genehmigte Programme und neue Räume
Zum Zeitpunkt der Veranstaltung waren bereits vier Jugendprogramme von den Gemeinderäten genehmigt worden, sieben weitere befinden sich in der Entwicklungsphase. In Schulen und Gemeindezentren entstanden neue Jugendräume, und junge Menschen initiierten die Aufnahme von Themen wie Menschenrechte, Unternehmertum und Bürgerbeteiligung in die Programme. Die Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen und Behörden im Rahmen der Youth Policy Labs wurde zu einem Instrument für echte Veränderungen und nicht zu einer formalen Prozedur.
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussionen und Arbeitssitzungen diskutierten die Möglichkeiten, dieses Modell auf andere Gemeinden in der Ukraine auszuweiten. Die Flexibilität der Youth Policy Labs erwies sich als effektiver als einheitliche Vorlagen, und die in den Labors entwickelten Jugendprogramme werden bereits in lokale Strategien integriert, was für langfristige Nachhaltigkeit sorgt.
Vertreter der NUMO betonten, wie wichtig es sei, die ukrainischen Erfahrungen zu teilen und die Geschichten von Kollegen aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft zu hören. Die EU4Youth-Jugendtage wurden zu einer Plattform für Diskussionen darüber, wie junge Menschen in verschiedenen Ländern durch Zusammenarbeit, Offenheit und einen kontinuierlichen Dialog Politik gestalten können.