Das städtische Zentrum für politische Bildung (MCGO) ist ein Beispiel für einen Jugendtreffpunkt, bei dem Barrierefreiheit von Anfang an berücksichtigt wurde. Dieser Ansatz steht im Mittelpunkt der dritten Folge des Videoprojekts «Numo bez bar’ieriv» («Lasst uns ohne Barrieren») der Nationale Ukrainische Jugendvereinigung (NUMO). Die Folge kann jetzt angesehen werden.
Das Projektteam zeigt, dass Barrierefreiheit keine einmalige Lösung ist, sondern ein tägliches Engagement für Menschen und Liebe zum Detail erfordert. Im Mittelpunkt der Folge stehen reale Geschichten und Erfahrungen von Menschen, die ihre Gemeinden verändern.
Barrierefreier Zugang bedeutet Unabhängigkeit
Olha Antonova, Mitbegründerin des MCGO und Mitglied der Stiftung für regionale Initiativen, erklärt:
«Als wir anfingen, hatten wir keinen Zweifel daran, dass der Raum barrierefrei sein musste. Das war die Grundlage – er musste für alle jederzeit zugänglich sein.»
Sie ermutigt andere, nicht auf perfekte Bedingungen zu warten, sondern mit dem zu beginnen, was verfügbar ist, und den Raum Schritt für Schritt zu verbessern.
Annychka Hodzinets, Leiterin der Kiewer Niederlassung des Youth Nationalist Congress und Besucherin des MCGO, spricht über einen Wandel in der Wahrnehmung von Barrierefreiheit durch junge Menschen:
«Mir scheint, dass viele junge Menschen ‚Barrierefreiheit‘ und ‚barrierefrei‘ immer noch als etwas Kompliziertes und Schwerverständliches betrachten. Aber wenn man genauer hinschaut, geht es bei Barrierefreiheit um Unabhängigkeit. Deshalb gewinnt dieses Konzept in Jugendräumen zunehmend an Bedeutung.»
Oleksii Lobanok, Veteran und Mentor an der Ukrainian Leadership Academy, bietet eine einfache Möglichkeit, Barrierefreiheit zu verstehen:
«Barrierefreiheit lässt sich am einfachsten so erklären: Ein Raum sollte für Eltern mit Kinderwagen komfortabel sein. Denn wenn ein Kinderwagen sich frei bewegen kann, ist das für alle bequem. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Welt barrierefrei zu gestalten – wir müssen es nur besser verstehen. Das wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich mit meinem kleinen Neffen im Supermarkt war und plötzlich verstand, für wen diese Aufzüge wirklich gedacht sind und warum es so schwierig ist, mit einem Kinderwagen Treppen zu steigen.»
Die dritte Folge können Sie sich auf YouTube ansehen.