Die öffentliche Vereinigung Die Nationale Ukrainische Jugendvereinigung (NUMO) hat die zweite Folge des Video-Podcasts «Numo bez bar’ieriv» («Lasst uns ohne Barrieren») veröffentlicht. Dieses Mal beleuchtet das Team das Prinzip der Menschenzentriertheit am Beispiel des Lwiwer Coworking-Spaces Nat sowie des Studios Radio SKOVORODA. Die Folge ist bereits verfügbar.
Im Mittelpunkt der Episode stehen praxisnahe Beispiele für die Umsetzung von Inklusion in Arbeits- und Medienräumen. Das Projektteam zeigt, wie moderne Organisationen das Prinzip «Der Mensch im Mittelpunkt» durch konkrete Lösungen und gezielte Ansätze in die Praxis umsetzen.
Barrierefreiheit ist mehr als nur Architektur
Die CEO des Coworking-Spaces, Anastasia Kyryevska, erklärt die Philosophie des Raums:
«Im Mittelpunkt aller Prozesse steht der Mensch – jeder Mensch. Wir möchten, dass sich hier alle wohlfühlen. Ein Arbeitsraum besteht nicht aus Wänden, sondern aus den Menschen, die dort arbeiten.»
Der Mitbegründer des Radiosenders Radio SKOVORODA, Artem Galetsky, berichtet, dass sich das Team bewusst für einen inklusiven Ansatz in der Content-Produktion entschieden hat – mit Untertiteln, Gebärdensprachdolmetschung und zwei Sprachversionen. Dies erfordert zusätzliche Ressourcen, macht die Inhalte jedoch für ein breiteres Publikum zugänglich.
Sofia Levandovska, Kommunikationsmanagerin des inklusiven Studios Lady Dee, weist auf die Vielfalt von Barrieren hin:
«Barrieren entstehen nicht nur in der Architektur, sondern auch beim Zugang zu Bildung oder Arbeit. Selbst wenn eine Arbeitsstelle gefunden ist, stellt sich die Frage, wie man sie erreicht. Während des umfassenden Krieges ist dies noch schwieriger, insbesondere für Menschen, die Rollstühle nutzen. Für sie ist es äußerst schwierig, bei nächtlichem Beschuss Schutzräume zu erreichen. Das wirkt sich unmittelbar auf ihr grundlegendes Sicherheitsgefühl aus.»
Warum das wichtig ist
Die Vorsitzende des Verbandes der Jugendzentren der Ukraine, Anna-Maria Mykhailiuk, betont den Zusammenhang zwischen Barrierefreiheit und Jugendpolitik. Systemische Veränderungen helfen, Barrieren abzubauen, und die heutige Jugend muss sensibel auf die Bedürfnisse anderer reagieren und ihr Umfeld aktiv mitgestalten.
Barrierefreiheit ist kein Trend, sondern ein wesentliches Merkmal einer demokratischen Gesellschaft. Die ukrainische Jugend hat das Recht, in einem Umfeld zu leben und zu arbeiten, in dem jeder Mensch sein Potenzial entfalten kann.
Die zweite Folge ist auf YouTube verfügbar.